Dienstag, Januar 02, 2007

NEUES BLOG

Meine Lieben - es gibt eine neue Blogger-Software. Die ist so viel komfortabler als die Alte.
Also bin ich mal umgezogen!

Schaut bitte hier:
http://trixicola.blogspot.com/

Freitag, Dezember 29, 2006

Guten Rutsch

Zwischen den Jahren. Zwischen den Tagen.

Ich bin ja ein Verfechter von Phrasen. “Guten Rutsch” gehört dazu.
Was auch immer das bedeuten soll, ich finde, es ist negativ behaftet.
Vielleicht stammt diese Floskel noch aus einer Zeit, als es im Dezember üblicherweise winterlich zuging und eine erhöhte Rutschgefahr bestand.
Aufgrund hohen Alkoholkonsums wäre es deshalb durchaus möglich, den Jahreswechsel eher schlitternd als standhaft stehend zu vollziehen.

Noch eine oft beschriebene und viel verwendete Floskel ist "Zwischen den Jahren”.
Jeder weiß, was es bedeuten soll: Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr werden als die Tage “Zwischen den Jahren” bezeichnet.
Ist aber falsch.

Genau genommen ist die Zeit zwischen den Jahren die Minute zwischen 23.59 Uhr und 0:01 Uhr.
Und das ist eine sehr kurze Zeit. Recht häufig wird ja auch der Ausdruck "Zwischen den Tagen” verwendet, das sehe ich ansatzweise als richtig an.
Obwohl das für mich monatlich eine völlig andere Bedeutung hat.

Das “Frohe Neue Jahr” verstehe ich auch nicht. Wie kann ein Jahr “Froh” oder “Fröhlich” sein? Ich werde mir in diesem Jahr mal ein “Trauriges” Jahr wünschen. Soll so ein Jahr doch mal wissen, wie es ist, nicht immer fröhlich zu sein.
Ich will aber mal nicht so kleinlich sein.

Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches Jahr 2007!

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Abgesoffen


Wie es auch nur mir passieren kann, springt Heiligabend mein Wagen nicht an. Ich orgel und orgel, der Motor hustet aber nichts tut sich.
Derartige Schicksalsschläge kann ich selbstverständlich nicht für mich behalten und teile es allen Menschen mit, die mir nahe stehen.
Schön sind die Mutmassungen:
Hast Du Benzin im Tank?
Hast Du vielleicht Diesel getankt?
Vielleicht der Anlasser?
Die Batterie ist leer!
Benzinpumpe kaputt!!

Ich habe genügend eigene PKW Erfahrung um zu wissen, wie es sich anhört, wenn die Batterie leer ist, oder der Anlasser durchdreht.
Ich fahre gerne auf den letzten Tropfen, aber habe immer genügend Benzin im Tank, dass es noch mindestens 50 KM reicht.
Benzin bekam er ja, soviel hab ich auch noch herausfinden können.

Mein Schwager sagte: Der ist bestimmt "abgesoffen". Ich verstehe darunter, dass er zuviel Benzin bekommen hat, die Zündkerzen nicht mehr funzen und der Wagen darum muckt.
Aber müsste er dann nicht am übernächsten Tag anspringen? Tat er nicht.
Ich habe also am 2. Weihnachtstag den ACE angerufen und mal vorsichtig angefragt, wann denn da mal jemand nach gucken könnte.
"Kein Problem, es kommt gleich jemand zu Ihnen." Nach weiteren 10 Minuten rief mich ein freundlicher Mann an und versprach mir in 10 Minuten bei mir zu sein. War er auch. Schon mal ein dickes Lob an den ACE.

Ich schildere ihm den Ablauf, er setzt sich ins Auto, der Wagen springt nicht an. "Hört sich gar nicht gut an..." menetekelt er.
"Was bedeutet das?" ich befürchte immer das schlimmste. Er schaut in den Motor, schaut nach Öl, schaut nach dem Kühler. Ich soll versuchen zu starten. Nix passiert.
Also setzt er sich in den Wagen und orgelt und orgelt und orgelt. Ohne Erfolg. Mir wird schon Angst und Bange um mein Gefährt.
"Der ist abgesoffen!" sagt er. "Der muss nur einmal starten, dann ist alles gut!"
"Wie abgesoffen?! Wie kann das sein? Der sprang immer gut und ganz normal an.!"
"Liegt am Wetter" meint der Mann.
"Das heißt, ich muss bis Sommer warten, dann funzt der wieder?"
ER hat nicht gelacht und orgelte weiter. Inzwischen hingen alle Nachbarn hinter ihren Gardinen. Das Ereignis des Tages.
Nach einer Weile wurde das orgeln deutlich langsamer - die Batterie wollte nun auch nicht mehr - inzwischen hat er 10 Minuten versucht den Wagen zu starten. Kurzerhand wurde die Batterie überbrückt.
Unglücklicherweise stand das Auto auch noch in Fahrtrichtung "bergauf", wobei die Strasse auch noch eine Einbahnstrasse ist und "bergab rollen" nicht möglich gewesen wäre.
Mir war schon ganz schlecht, nicht zuletzt wegen der Abgase, die kräftig herausgepustet wurden.

Irgendwann sprang er an!
Als wäre nichts gewesen, lief er tuckernd vor sich hin.
Um die Batterie aufzuladen, musste ich erst einmal eine halbe Stunde fahren, auf der Autobahn durfte der kleine dann so richtig warm werden.
Heute morgen hatte ich ein neues Problem - ich kam gar nicht erst ins Auto rein, weil die Türen zugefroren waren. Durch den Kofferraum habe ich es geschafft, die Beifahrertür von innen zu öffnen.
Immerhin sprang er ohne Komplikationen an und hat mich sicher ins Büro gefahren. Der Ausstieg ging wieder durch die Beifahrertür. Zum Glück habe ich hier einen Tiefgaragenplatz, da kann er auftauen.
Scheiss Winter!

Freitag, Dezember 22, 2006

Wem gehört die Zukunft?

Wer wird in der Welt der neuen Medien überleben?

Also, es werden die überleben, …

1. Die verstehen, dass nun auch die Nutzer Inhalte generieren
2. Die verstehen, dass die Nutzer Inhalte miteinander austauschen wollen
3. Die die Logik von Google verstehen
4. Die verstehen, was die Blogs zu erzählen haben
5. Die die Viralität verstehen
6. Die in der Lage sind, rasch zu reagieren
7. Die in der Lage sind, dort hin zu gehen, wo die Leute sind
8. Die lernen, zu verbinden
9. Die lernen, zuzuhören
10. Die lernen, mit den Nutzern zusammen zu arbeiten
11. Die lernen, Gewinne mit den Nutzern zu teilen
12. Die lernen, sich zu verändern

Den Vortrag darüber hielt José Luis Orihuela auf dem «UCAM Media Lab 2006» (einem spanischen Kongress zum Bürgerjournalismus, mit korrektem, recht langem Untertitel: «Periodismo ciudadano Nanomedios Blogging E-negocios»).

Ich habe somit gute Chancen...

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Wenn das Klatschvieh pariert..


dann hat mein Bruder im Herzen (und im Geiste) sein Bestes gegeben. Er bringt mich seit Jahrzehnten zum Lachen.
Inzwischen steht er auf den großen Bühnen der Republik und hat einen Haufen treuer Fans.
Er hat mich gestern zu seinem Premiereabend eingeladen (DANKE).
Da sass ich nun mit meiner Freundin, im Blickwinkel des Protagonisten ohne Chance auf ein Entkommen.
Mitten in der 2. Reihe. Die Stühle aneinander gehakt, so daß man auf 10 cm Beinfreiheit ein wunderbares Venentraining praktizieren konnte.
Links neben mir N., deren Wärme mir vertraut ist. Rechts neben mir, die Speerspitze des Klatschviehs.
Ich hasse dicke, warme Frauenbeine die an meinem Oberschenkel reiben. Auffällig habe ich meine Jacke zwischen ihre und meinen Extremitäten geschoben.
Egal was W. sagte, sie hat begeistert genickt, gehechelt und geklatscht. Am liebsten rythmisch zu irgendwelchen Sequenzen vergangener, deutscher Schlagergeschichte.

Das warme Fett ihres linken Beins vibrierte zum Takt. Selbstredend, dass ich sie vom ersten Augenblick gehasst habe. Ich hatte ein grollendes Knurren in der Kehle und N. musste mich mit "Ruhig, Bea, ruhig" besänftigen, sonst hätte ich sie angefallen.

Ich bin ein Mensch mit wenigen Vorurteilen, aber sie war der Inbegriff des "Bösen Mädchens". Nicht fett, eher "stabil", mit kurzen angeröteten Haaren und ein "modischen" Brille. Ich habe nicht gesehen, ob sie einen Rucksack mit Bärchen-Anhänger oder Diddl-Maus Miniatur dabei hatte. Ich könnte aber drauf wetten - sicher hat sie ihn aus Platzmangel an der Gaderobe abgegeben.
Wenn Sie nicht gröhlend, zustimmend lachte, sondern den durchaus auch ernsten Ausführungen des älteren Mannes auf der Bühne folgte, atmete sie schwer. Kein Wunder - die Kilos drücken ja auf die Lunge und bei beschränktem Platzangebot ist es umso schwerer.
Sie keuchte mir also ins Ohr. Und überhaupt, schien ihr unsere Aufmerksamkeit wichtig zu sein.
Beifallheischend hat sie N. und mich angeschaut, wenn sie sich angesprochen fühlte - und das war ständig.

Leider wusste sie das eine oder andere Mal überhaupt nicht, dass sie in keinster Weise angesprochen war - genau wie alle anderen.
Trotzdem tat sie so, als wäre sie gemeint. Als dann noch "Wolle" Petry angespielt wurde - gab es kein Halten mehr. Sie begann ein orgasmusbringendes Geklatsche. Glücklicherweise war Wolles Gesang lediglich eine sekundenlange Sequenz.

Den besten Gag allerdings hat sie persönlich gebracht.
W. hat mit einen Interviewausschnitt von "Blueman" Axel Schulz den Saal beschallt. Im breiten Berlinerisch spricht er davon, datt er meint, da jeht noch watt.
Hinterher musste er zugeben: Ick hab' einfach beschissen jeboxt. Ick hab' mich übaschätzt und ganz schön vorm kopp jekriegt."

Und nun kam sie - das Klatschvieh in Persona: "BOAH WATT FÜRN AKZENT!"

Ich bin froh, dass wir hier im Ruhrpott so ein herrlich einwandfreies Hochdeutsch sprechen.

Freitag, Dezember 15, 2006

Ich bin in der Balzbranche



Ein wunderhübsches Neuwort im Wörterblog “Das Sich-Interessant-Machen, das Sich-Spreizen und das Pfauenrad-Schlagen mittels eines ebenso hohlen wie prätensiösen Vokabulars - das ist natürlich vor allem in den Balzwissenschaften daheim: in Werbung, Marketing, Marktforschung und Public Relations. Denn die haben’s schon von ihrer Aufgabe her nötig.” Dass diese Betätigungsfelder etwas mit pfauen und sich-aufblasen zu tun haben, wurde schon häufig beschrieben - aber das Wort Balzwissenschaft ist völlig neu.
Pfauen:
Die Männchen tragen einen verlängerten Schwanz, die sogenannte Schleppe.

Ich kann nur zustimmen. Jeder umfangreicher der Fremdwörterschatz ist, umso höher sind die Chancen, das Federkleid aufzuplustern.

Wer sich ein wenig im ornitholgischen Bereich auskennt, wird wissen, dass es viele Vögel gibt, die eine spezielle Balztracht, tragen. Das ist "Körperschmuck" (Anzug?) der speziell zum Balzen eingesetzt wird. Gleichzeitig ist es aber auch häufig eine Form der Warntracht, die auch als Mimikry bezeichnet wird.

Erklärung Wikipedia:
ls Mimikry (engl: mimicry, von to mimic: „nachahmen, mimen“, verwandt mit griechisch μίμηση (mímēsē): „Nachahmung“) wird in der Biologie eine angeborene Form der Tarnung bezeichnet, die zur Täuschung eines Signalempfängers durch ein nachgeahmtes - gleichsam "gefälschtes" - Signal führt, das für den Empfänger eine bestimmte Bedeutung hat.

Es sind die "Hähne" die sich in ihr farbenfrohes Federkleid schmeissen, um zu beeindrucken, zu überzeugen und sich in Szene zu setzen.
In der Vogelwelt ist Sinn und Zweck die Eroberung unscheinbarer Vogelweibchen, die Paarung und die Bereitschaft zum Brüten und Versorgen..
Oder??

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Damals in Spanien..


Mir fiel gerade wieder diese Geschichte ein:
Wir waren mit einer Horde Mädels, alle um die 20, in Spanien - Lloret de Mar. Und das 2 mal im Jahr für 149 MARK!
Natürlich wurde gefeiert bis der Arzt kommt. Ich erinnere mich an eine Situation, als wir alle noch auf dem Zimmer was trinken wollten.

Mit ca. 8 Leuten haben wir uns in den winzigen Hotelaufzug gequetscht, der dann prompt stecken blieb.
Sekundenlang Stille.
Bis auf einmal jemand sagte: "Was bedeutet eigentlich Cuatro personas?"
Eine Freundin bekam einen hysterischen Anfall!

Ich musste leider lachen.

Irgendwann setzte sich das Ding wieder schwerfällig in Bewegung.
Noch mal Glück gehabt.
Ich achte seit dem immer vorher auf die Höchstzahl der zu transportierenden Personen.

Dienstag, Dezember 12, 2006

HoHoHo


Täglich verfolge ich es im Hörfunk, im Fernsehen in diversen Einkaufstempeln und natürlich in den von mir verhassten Audio Streams im Internet.
HOHOHO - Santa is in Town oder: Der Weihnachtsmann ist da, Rudolf Rotnase bringt Geschenke das Schlittengebimmele verfolgt mich bis in den Schlaf.
Als ich Kind war gab es das Christkind. Das kam am 24. Dezember irgendwann um 18 Uhr - nach "Wir warten aufs Christkind". Manchmal mussten wir in die Kirche, das war todlangweilig.

Mein Papa hat mit einem Glöckchen gebimmelt und die alljährliche Weihnachtsschallplatte spielte: "Stille Nacht."

Wir Kinder waren hoch aufgeregt und wunderten uns immer, wie das Christkind gleichzeitig bei uns UND bei der kompletten Nachbarschaft seine Geschenke abliefern konnte. Vor allem, WIE hat es das geschleppt? In meiner Phantasie war das Christkind ein zierliches Ding mit Engelshaar und Flügeln. Es waren keine Schleppsklaven dabei.
Dann gab es noch den Nikolaus, der kam einmal jährlich auf die Kegelbahn, auf der unsere Eltern ihrem 14-tägiges Kegelvergnügen freien Lauf liessen.

Kurz bevor der Nikolaus und sein Knecht Rupprecht mit Ihrem goldenen Buch den Raum betraten, verschwand "Onkel Schorsch" aufs Klo. Mir fiel schon auf, dass er und der Nikolaus die gleichen Schuhe trugen.

Meine Schwester hat immer schon vorher geheult, mein Bruder auch. Nur ich war tapfer - was aber nicht gesondert belohnt wurde.

Was der Knecht Rupprecht für eine Funktion hat, ist mir nicht bekannt.
Ich fasse zusammen:

6. Dezember: Nikolaus und Knecht Rupprecht
24. Dezember: Christkind
Ostern: Osterhase

Es gab bis vor ein paar Jahren weder SANTA noch HOHOHO noch Rentiere. Und es sind auch keine WEIHNACHTSMÄNNER an Häuserwände hochgeklettert.
Ich will DEUTSCHE WEIHNACHT!


Montag, Dezember 11, 2006

Vrolijk Kerstfeest


Weihnachtsmärkte sind beliebt. Nicht nur bei uns, sondern ganz besonders bei unseren westlichen Länder-Nachbarn. Busseweise kommen Sie aus den Niederlanden oder aus Belgien in die Städte des Ruhrgebiets um sich am vorweihnachtlichen Lichterglanz zu berauschen.
Sie sind leicht zu erkennen:

1. Sie tragen gerne lustige Kopfbedeckungen - Nikolausmützen oder Elchgeweihe aus Plüsch
2. Sie sind gut gelaunt und drängeln nicht
3. Sie treten im Rudel auf
4. Sie lachen und trinken Eierpunsch und Glühwein
5. Sie sind am liebsten bei HEMA (holländisches Kaufhaus)
6. Sie sehen aus wie Holländer, die überdimensionale Kauleiste verrät die Herkunft

Ich darf das sagen. Meine genetische Affinität zum Nordseevolk lässt sich unschwer verleugnen. Ich für meinen Teil freue mich über Besucher aus Amsterdam, Gouda und Scheveningen. Sollen Sie doch ihre sauer verdienten Euro-Gulden unserem Einzelhandel in die Kassen werfen. Das bringt die deutsche Wirtschaft in Schwung und Frau Merkel kann sich auf die ostdeutschen Schultern klopfen.

Allerdings kann ich nachfühlen, wie sich die grenznahen holländischen Bewohner in den 80er Jahren fühlen mussten. Mit Fahrrad, Mofa und später mit Autos sind wir nach Venlo oder Arcen gefahren um Diesel, Zigaretten, Porree und anderes Gemüse :-) zu horten.
Wir sollten uns an den Anblick und die Sprache bereits gewöhnen, denn wenn die Polen schmelzen ist Holland in Not.

Also liebe Nachbarn: Hartelijke welkom und Tot Ziens.

Freitag, Dezember 08, 2006

Wer kriecht hat es leichter

Der Weg zum Klo ist nicht weit