Mittwoch, November 29, 2006

Odyssee in Oberhausen – 2006

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Um einen heiteren Abend unter Frauen zu verbringen, beschlossen einige Kolleginnen und ich ins ferne Oberhausen-Centro zu reisen. Ich schätze, die zu überwindende Strecke beträgt ca. 17 Autobahnkilometer und 5 Stadtkilometer.
Die A 40 ist eine der meistfrequentiertesten Autobahnen des Universums, besonders im November. Am meisten Spaß macht es, wenn von den 17 Autobahn-Kilometern ungefähr 7 durch eine Baustelle führen.
In unserem Fall, eine Verengung der Fahrspuren auf magere 2!
Egal, ich bin frohen Mutes und konnte diesen mit meiner Kollegin „Belana“ teilen, in dem wir uns fantastische Geschichten aus dem TV erzählt haben.
Nach ungefähr 37 Minuten hatten wir das CentrO erreicht.

Kleine Exkursion:
Das CentrO ist das größte europäische Einkaufs- und Freizeitzentrum und ca. 7000 HA groß (grob von mir geschätzt).
Es erfreut sich insbesondere zur Vorweihnachtszeit eines großen Andrangs. Das ganze Ruhrgebiet (5,5 Mio. Einwohner), sowie unsere niederländischen Nachbarn (auch noch mal ca. 5 Mio.) bevölkern um diese Zeit diesen Ort des Konsum.
Es ist ja nicht nur die Shopping-Mall, die die Menschen anzieht, sondern auch die sogenannte „Promenade“ mit Restaurants und Kneipen, ein Stadion, ein Theater und Sealife sind Publikumsmagneten. Ein Weihnachtsmarkt macht sich außerdem breit.
Rund ums CentrO gibt es 9 Parkhäuser – es stehen über 10.000 Parkplätze zur Verfügung – kostenlos.

Jetzt nur noch Parken und dann in einen gemütlichen Abend gleiten. Einfach gesagt, schwer getan. Die Anzeige des Parkhauses 1: 0 (NULL) Parkplätze – Egal.
Wir fahren trotzdem hinein, könnte ja jederzeit jemand das Parkhaus verlassen, während wir suchen. Natürlich dachten sich das ungefähr 100 andere auch. Wir kurvten also erfolglos durch alle Etagen um dann genervt aufzugeben um ins Parkhaus 2 (Anzahl freie Parkplätze: 0) zu fahren.

Ich habe dann mein kleines Auto zwischen zwei anderen KFZ geparkt, wir sind zufrieden ausgestiegen um dann fest zustellen, dass der kleine rote, sich auf genau 2 Behindertenparkplätzen befand.
Also wieder rein ins Auto und weiter suchen.
Wir haben wieder einmal alle Etagen durchgekämmt, waren natürlich total gestresst, weil alle anderen so scheiße gefahren sind („FAHR DU ARSCHLOCH“!).
Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und bin einfach in eine Ecke gefahren, die eigentlich kein Parkplatz ist. Scheiss egal. Jetzt müssen wir es nur noch auf die Promenade schaffen und gut ist.

Versehentlich befanden wir uns aber auf dem Dach des Parkhauses, wo ein Abschleppwagen gerade dabei war, einen Wagen huckepack zu nehmen. Das war mir zu heikel. Also wieder zurück in den Kleinwagen und raus aus dem Parkhaus Nr. 2 und direkt ins Parkhaus Nr. 7 (freie Parkplätze: 531!).
Hier war es kein Problem. Leider fanden wir den Weg hinaus nicht und waren schon mächtig angepisst. Ich habe dann einen Mann nach dem Ausgang gefragt (Belana würde behaupten, ich habe ihn angeblafft…)

Er konnte uns helfen und sagte noch: „Ist aber ein Stück zu laufen…“! Womit er natürlich recht hatte. Irgendwann befanden wir uns im inneren dieser Riesen-Shopping-Mall.
Der Anruf einer Kollegin, wo wir denn blieben, hat uns nicht weiter erheitert. „In einer halben Stunde sind wir da“, verprach ich und dachte es wäre ein Scherz. Weit gefehlt. Irgendwann fanden wir die Promenade und auch das Restaurant. Alle anderen waren bereits da. Das Essen war toll, die Stimmung lustig.
Um ca. 21 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Nun hatten wir das Problem anders herum.

Wo ist unser Parkhaus? Wir irrten also wieder über das Gelände um schließlich und endlich um ca. 21:35 mein Auto zu erblicken (Freie Parkplätze: 2553).

Völlig desorientiert folgten wir den Schildern Richtung Essen. Ich hab mich auf Belanas Findigkeit verlassen und wir dann tatsächlich irgendwann MÜLHEIM/R. erreicht. Immerhin schon die zweite Stadt. Lange Rede – kurzer Sinn: Ich war um 22:15 zuhause (nachdem ich mir vor meiner Haustür einen Parkplatz-Wolf gesucht habe)
THATS ARMAGEDDON